· 

Wie Du Ziele richtig visualisierst

„New Year, New Me!“, liest man überall in den Sozialen Medien. Lässt Du Dich auch von der Aufbruchsstimmung anstecken? Wie wäre es diese Energie konkret für Dich und Deine Ziele zu nutzen?

Es ist wichtig, eine glasklare und positive Vorstellung davon zu haben, was Du erreichen willst und wo Du stehen wirst, wenn Du es erreicht hast. Wenn Du es immer wieder visualisierst, wird Dein Gehirn anfangen, es als normal und erreichbar zu akzeptieren.

Was sind Deine unternehmerischen und persönlichen Ziele für 2022? Anhand der folgenden Fragen und Schritte kannst Du Dich ganz bewusst und konkret mit einem Ziel auseinandersetzen und diesen angehen. Dafür solltest Du Dir ein ungestörtes Plätzchen suchen, es Dir gemütlich machen und die Augen schließen bevor Du beginnst.

Wenn Du Dir die Zukunft in allen Einzelheiten ausmalst, dann ist es wichtig ganz darin einzutauchen, es mit allen Sinnen zu erleben; wie riecht es da? Was genau fühlst Du? Was geschieht um Dich herum? Ist jemand bei Dir? Es ist wichtig zu spüren und zu sehen, was Du dann tust damit Du  die Wunsch-Situation lebendig erlebst.

Eine bekannte Studie der australischen Psychologin Alan Richardson bestätigt die Macht der Visualisierung. Es genügt aber nicht, das nur einige Male zu praktizieren, sondern regelmäßig, am besten täglich. Wenn Du Visualisierung üben willst, empfehle ich mit etwas Einfachem zu beginnen, bspw. einem Zwischenziel:

Wie Du das Visionieren übst:

  1. Entspannen: Um dabei ungestört zu sein, kann man das Handy in den Flugmodus zu schalten, Lieblingsmusik auflegen: Alles vorbereiten, was Dich in eine positive Stimmung bringt.
  2. Beginne mit “ich bin...” oder “ich weder...” Bspw.: “Ich werde am 01.06.22 meine eigene Website fertig haben”.
  3. Male Dir die Situation in Einzelheiten aus, Du siehst wie Du daran “bastelst”, Du siehst wie Du bspw. einen Kurs belegst oder wie Du es an einen Webdesigner vergibst, der Dich anleitet und Dir erklärt, welches Material er von Dir braucht, Dich an die Hand nimmt. Du sammelst Bildmaterial, lässt Dich im Netz inspirieren, Du beobachtest vor Deinem geistigen Auge, wie Dir alles mit Leichtigkeit gelingt...
  4. Wo wirst Du sein, wenn es vollbracht ist? Wie wirst Du Dich dann verhalten? Wer wird Deine Freude als erstes bemerken? Hörst Du oder riechst Du etwas in diesem Moment? Schaust Du Dein Werk stolz auf den Bildschirm an? Wie wirst Du Dich dabei fühlen? Wie werden Deine Körperreaktionen sein, wo spürst Du dieses Gefühl?
  5. Wenn Du das Erfolgserlebnis genug ausgekostet hast, öffne die Augen
  6. Hast Du einen Impuls erhalten, welchen nächsten kleinen Schritt in Richtung Zwischenziel Du gleich unternehmen kannst?

Visualisieren funktioniert, weil die Nervenbahnen in unserem Gehirn dadurch gestärkt werden und so viele Fertigkeiten verbessert werden können. Unser Gehirn kennt den Unterschied zwischen tatsächlichen und visualisierten Ereignissen nicht. Das heißt, Du kannst Deine Ziel-Visualisierung jederzeit und überall üben.

Dann geht es noch ums Planen. Das darf auch mehrere Tage Zeit beanspruchen. Gerade bei Fragen, die Ungeduld in uns hervorrufen, neigen wir manchmal zu schnellen, vagen Antworten. Das Ganze ist viel mehr ein Prozess, der auch innerlich wirken darf, keine To-Do-Liste, die an einem Tag abgehakt werden soll.

Und noch etwas: Ziele sind realistischer zu erreichen, wenn wir sie selbst beeinflussen und nicht von externen Faktoren abhängig machen. Du kannst natürlich Groß denken und Dir ALLES wünschen und ausmalen. Verwechsle aber nicht Ziele mit Tagträumen. Durch Tagträume allein bezahlen wir keine Rechnungen. In Tagträumen können wir phantasieren, Luftschlösser bauen oder meinen, alles ans Universum abgeben zu können.

Statt Verantwortung für unsere Entscheidungen, unser Verhalten und Handlungen zu übernehmen. Tagträumer kennen keine echten Pläne oder Deadlines.

Ziele brauchen also Realismus. Die Visualisierung stärkt Dich auf Deinem Weg. Daraus entwickelst Du im Idealfall dann konkrete Schritte, die Du konsequent umsetzt, damit es nicht nur Tagträumereien bleiben.

Solltest Du am Anfang nicht wissen, wie Du etwas erreichst, kannst Du Dich erst mal nur darauf konzentrieren WAS Du erreichen willst und das visualisieren (ohne Planung). Das WIE kann Dich anfangs evtl. entmutigen, weil es vielleicht noch Fertigkeiten auszubauen gilt, Deine Ausbildung abzuschließen gilt oder die Ressourcen noch fehlen.

Es ist also ok, das Visualisieren erst mal mit dem WAS zu üben um Klarheit und Ausrichtung zu finden. Danach kannst Du Schritt für Schritt vorgehen. Es ist schließlich ein Entwicklungsprozess.

So, jetzt wünsche ich Dir viel Spaß beim üben!

Deine Valerija

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0