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In drei Schritten zur persönlichen Weiterentwicklung

 

Sich selbst mit seinen Potenzialen anzunehmen, bedeutet nicht stehen zu bleiben. Im Gegenteil: Von diesem inneren Standpunkt aus, muss nicht mehr gegen die unliebsamen eigenen “Defizite” gekämpft werden. Dafür bleibt viel mehr Energie, Zeit und Raum an diesen wirkungsvoll zu arbeiten, sie abzulegen oder sich selbst einfach Mal stehen zu lassen.  

 

Ich möchte drei Entwicklungsschritte aufzeigen, die sich aus meiner Erfahrung mit Klienten und Kunden, für Persönlichkeitsentwicklung besonders förderlich erwiesen haben:

 

1. Entwicklungsschritt: Selbstreflexion

 

Zu 95 Prozent werden wir aus dem Unterbewusstsein heraus gesteuert. Das bedeutet, dass Gedanken und Gefühle automatisch ablaufen und wir durch eigene Wahrnehmungsfilter aufs Leben schauen. Erst durch Selbstreflexion und die Auseinandersetzung mit uns selbst, lassen sich Denkmuster und Glaubenssätze an die Oberfläche holen und verändern.

 

Persönliche Entwicklung geht mit der Zunahme an Bewusstheit einher. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion hilft Dir dabei, unbewusste Motive und Beweggründe überhaupt erst zu entdecken und Zusammenhänge verstehen zu können.

 

2. Entwicklungsschritt: Selbstannahme

 

Wer selbstreflektiert ist, wird seine Motive und Beweggründe kennen oder hinterfragen und die Verantwortung nicht ungefiltert anderen zuzuschieben. Das bedeutet aber auch, es kommen dadurch  Eigenschaften und Persönlichkeitsanteile zu Tage, die uns selbst an uns nicht gefallen mögen. Diese „Defizite“ gilt es auszuhalten, statt dem (verständlichen) „Reflex“ nachzugeben, es „reparieren“ oder los werden zu wollen. Es geht um Integration dieser Anteile, nicht um Ablehnung.

 

Statt Dich mangelhaft zu fühlen, kannst Du es mal mit der Haltung versuchen: „An der Stelle habe ich eben noch Entwicklungspotenzial“. Nobody is perfect. Auch darfst Du Dir selber Respekt zollen, denn Du hast den Mut Dir selbst Schwächen einzugestehen, sie gehören nun mal genauso zu Dir wie alles was Du als Stärken bewertest.

 

Entscheidend ist also, wie Du über Dich denkst. Bist Du Dir selbst gegenüber der geduldige, verständnisvolle, achtsame Freund? Oder gehst Du mit Dir wie ein strenger Kritiker um, der ein Idealbild von sich im Kopf hat und versucht diesem gerecht zu werden?

 

Dann wird alles, was diesem Ideal nicht entspricht schnell mal abgelehnt und „bekämpft“. Diese Kampfbeziehung mit Dir selbst einzugehen, bzw. ungeliebte Anteile zu bekämpfen, führt aber geradewegs ins Unglücklichsein. Wenn Dir Selbstannahme fehlt, kann sich das in Hemmungen zeigen, Dich authentisch zu geben oder in der Tendenz, Dich ständig zu vergleichen oder in übertriebenem Perfektionismus, Überanpassung u.v.m.

 

Behandle Dich, wie Du einen Freund  behandeln würdest!

 

Die Entwicklung einer positiven, wohlwollenden Haltung Dir selbst gegenüber hilft Dir letztlich auch zu verändern, was Du ändern willst, nur eben nicht auf die brachiale Art.

 

Es geht darum, Dich mit allen Stärken und Schwächen, guten und weniger guten Eigenschaften anzunehmen. Das ist für viele Menschen ein lebenslanger Prozess. Umso wichtiger, dass dieser entspannt abläuft.

 

3. Entwicklungsschritt: Selbstentwicklung

 

Übung macht den Meister. In diesem Schritt gehst Du vom Denken ins Handeln über. Indem Du Neues erkundest, reflektierst und im Alltag ausprobierst. Das eröffnet Dir sukzessive neue Perspektiven und letztendlich viel mehr Handlungsoptionen um entspannt an Deine Ziele zu kommen. Je öfter Du etwas Erlerntes wiederholst, desto besser wirst Du darin, hab also Geduld. Wenn Du mal haderst frag Dich, wie viele Jahre Du ein Verhalten oder eine Denkweise „eingeübt“ hast?

 

Richtig, bei den meisten sind es Jahrzehnte. Erwarte also keine Wunder über Nacht, es ist ein Entwicklungsprozess. Du kannst Dich fördern, aber wenn Du es zu sehr forcierst kann das zu Druck und Überforderung führen. Wie bei allen anderen Dingen im Leben eben auch. Auch hier ist Selbstannahme (Selbstakzeptanz) gefragt. Vergiss also nicht, achtsam mit Dir umzugehen.

Die Auseinandersetzung mit Deiner persönlichen Weiterentwicklung ist ein Geschenk, dass Du Dir selber machst. Kein zusätzlicher Stressfaktor.

 

Stay tuned 😉

 

 

 

 

 

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