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Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern (Konfuzius).

 

Alles um uns verändert sich ständig. Aktuell sind die meisten von uns viel zu Hause und führen ein anderes Leben als noch vor einem Jahr. Viele Pandemie-bedingten Veränderungen werden in irgendeiner Form bleiben, so viel steht fest.


Die Art wie wir arbeiten hat sich bei den meisten von uns verändert. Wir sind viel zu Hause und Gedanken und Überlegungen bekommen Raum, die zuvor wenig Platz hatten. Veränderungen im Außen sorgen häufig auch für Veränderungen im Inneren.
Fragen kommen auf: Wie möchte ich in Zukunft arbeiten? Oder was wollte ich schon immer mal beruflich wagen? Welchen Traum wollte ich mir schon immer mal erfüllen?


Wer selbstständig ist oder gerade dabei sich diesen Traum zu verwirklichen, steht vor anderen Herausforderungen: Welche neuen Strategien sind hilfreich? Wie kann ich mein Portfolio anpassen, um die Krise zu überstehen und auch in Zukunft erfolgreich zu sein?


Es gibt zwei Arten von Veränderungen: Die unfreiwillige und die Freiwillige. Die unfreiwillige Veränderung ist weitaus schwieriger als die Freiwillige, die wir selbst gestalten. Situationen wie die aktuelle Pandemie können uns an unsere Belastungs-Grenzen bringen. Die Veränderung wird uns förmlich aufgedrängt.

 

Der Wunsch nach mehr Zufriedenheit ist oft ein großer innerer Motor. Ebenso groß wie dieser Antreiber kann aber auch die Angst vor Veränderung sein, vor allem wenn es um lebensentscheidende Fragen geht. Dahinter können schlechte Erfahrungen, fehlendes Selbstbewusstsein, befürchteter Kontrollverlust u. v. m. stecken. Wir fühlen uns sicher auf gewohntem Terrain und das führt zu einem inneren Konflikt: Wagen oder lassen! Sich auf einen neuen Weg einzulassen bedeutet auch immer, sich auf Ungewisses einzulassen.

 

Es ist verständlich, dass Veränderungen auch etwas Angst machen können. Dabei belegt die Forschung den Satz von Konfuzius, indem sie sagt, dass Veränderung uns meistens guttut, uns kreativ und glücklich macht!

 

Jetzt in der Korona-Krise ist die Herausforderung wegen der Unfreiwilligkeit umso größer. Viele Selbstständige, sogar ganze Branchen werden dazu genötigt, alle Hebel in Bewegung zu setzen, einfallsreicher, kreativer und wagemutiger zu sein. Sie müssen sich an verschieden Koronaregeln anpassen, wirtschaftliche Einbußen hinnehmen, sich evtl. übergangsweise sogar neue Geschäftsmodelle überlegen, ungeplante Investitionen tätigen, sich den extremen Gegebenheiten als Unternehmer so gut es geht anpassen. Und das ohne dass es irgendeinen inneren Reife-Prozess durchlaufen konnte.


Doch auch jetzt mit den Einschränkungen der Pandemie, können wir anstatt uns von der Angst lähmen zu lassen und uns immer tiefer in die Unfreiwilligkeit drängen zu lassen, aktiv an der Veränderung arbeiten, um gestärkt aus dieser schwierigen Situationen herauszukommen und zu wachsen. Wie wäre es also mit der inneren Haltung: „ich gestalte die Veränderung und gebe dafür mein Bestes“?


Hier ein paar Anregungen die wir reflektieren und Haltungen, die wir einnehmen können, um aus der Lähmung auszusteigen:

 

• Die Angst nicht bekämpfen oder leugnen, sondern sie als Begleiter akzeptieren. Auch negative Gefühle gehören zum Leben

• Sich an eine schwierige Situation im Leben erinnern, die gut gemeistert wurde. Welche Ressourcen hatten wie geholfen?
• Positiv in die Zukunft blicken, die eigene Positionierung und eigene Ziele schärfen
• Klären, wie die Korona-Zeit für sich selbst genutzt werden kann? Wie kann man in Bewegung bleiben?
• Kleinere oder mögliche Schritte machen, dafür beständig an den geschärften Zielen bleiben
• Sich in Zuversicht üben (statt die Änngste durch gedankliche Worstcase-Szenarien zu nähren)


Auch hilft es, sich bewusst zu machen, was man in dieser Zeit selbst benötigt um den nächsten Schritt in Richtung erwünschte Zukunft aktiv und mutig gestalten zu können.

Viel Erfolg.
 

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