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Wir sind die Summe der 5 Personen die uns umgeben.

 

Wenn Du über Dein Vorankommen, Deine Lebens- und Business-Ziele nachdenkst, hast Du Dich schon mal gefragt, welche Menschen Dich dabei unterstützen und welche Dich von Deinem Weg abbringen?

 

Beziehungssysteme funktionieren wie Mobiles. Die Interaktionen aller Beteiligten sorgen für ein Gleichgewicht innerhalb des Systems. Ändert einer seine Rolle, kippt das Gleichgewicht und alle Teile des Systems wanken so lange, bis sich ein Neues Gleichgewicht einstellt. Oft nehmen wir mehr auf uns, nur um dieses Gleichgewicht aufrecht zu erhalten und unterliegen dem Irrglauben, anders ginge es nicht. Dabei haben wir und alle Beteiligten etwas jahrelang eingespielt, dass nun so automatisch funktioniert und von allen im System akzeptiert wird. Wir stellen es nicht in Frage, oder falls doch, fürchten wir unterbewusst oder bewusst, dass das Mobile in Schieflage gerät. Vermutlich wird es das zunächst auch. Aber das sollte kein Grund sein, längst fällige Veränderungen weiter aufzuschieben.

 

Wenn Du Dir und Deinen Bedürfnissen, Lebens- und Businesszielen mehr Bedeutung beimessen willst, solltest Du für eine neue Rolle und eine neues Verhältnis  innerhalb Deines Mobiles sorgen.

 

Du kannst Dich bspw. fragen, ob Du weiter Beziehungen in Deinem sozialen Umfeld pflegen willst, die Dir nicht gut tun? Das sind diese negativen, zehrenden Beziehungen, die wie Energiefresser wirken; das kann eine Freundin sein, die immer nur anruft, wenn sie was braucht oder ein Kollege mit dem Dich ein ungelöster Konflikt verbindet, aber auch ein Partner, der Dich nicht unterstützt, sondern Deine Selbstzweifel nährt, Deinem persönlichen Wachstum und Deinen Zielen einfach im Weg steht und nicht an dich glaubt.

 

Wenn Du Dein eigenes Business starten willst oder Deinen Bedürfnissen und Wünschen einfach mehr Bedeutung beimessen willst, benötigst Du dafür die Rückendeckung und Unterstützung nahestehender Menschen. Anderseits wird es ziemlich happig.

 

Wenn Du bspw. ein eigenes Business entwickeln und vorantreiben willst, benötigst Du dazu freie Zeitfenster, Kraft und Durchhaltevermögen. Und keine zehrenden Beziehungen und Beziehungsgeflechte, die Dich permanent negativ beeinflussen und „on top“ Dein Mindset belasten.

 

Wenn Du Dein Verhalten und Deine Haltung gegenüber diesen Beziehungen veränderst, wird Dein neues Verhalten automatisch auf alle Auswirkungen haben. Und das kann unterschwellig beängstigend wirken und Dich bremsen. Scheue dich nicht vor dem Gleichgewichtsverlust, denke daran, dass du nur ein Teil des Mobiles bist und nicht die Stangen, die es oben zusammenhalten.

 

Auch im familiären Umfeld kannst Du „aufräumen“. Statt zu klagen oder zu warten, bis Kinder aus dem Haus sind, der Partner sich ändert oder ein Wunder geschieht, solltest Du aktiv werden und gerade heraus aussprechen was Du brauchst und vor hast. Danach solltest Du auch handeln. Der letzte Punkt ist wichtig, denn aussprechen und nicht danach zu handeln, führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Du musst es selbst ernst meinen, damit es andere tun.

 

Stelle Dich dabei auf Widerstand und Gegenwind ein. Vermeintliche Freunde entpuppen sich auf einmal als Skeptiker, Partner als wenig unterstützend, wenn Du Dein Vorhaben klar machst oder Grenzen ziehst. Das kann daran liegen, dass sie lieber ihren Interessen nachgehen und es gewohnt sind, in Dir jemanden zu haben, der ihnen den Rücken frei hält und sich selbst immer hinten anstellt. Das stützt das Gleichgewicht des Mobiles. Auch Kinder fangen manchmal plötzlich an, Dir mehr am Rockzipfel zu hängen, als nötig, obwohl sie schon deutlich selbstständiger waren. Es ist wichtig, ihnen Ängste zu nehmen, indem die Paar- und Elternebene als Einheit auftritt.

 

Finanzielle Rahmen und Verpflichtungen können auf den ersten Blick unlösbare Hürden darstellen. Auch eigene Glaubenssätze und Zweifel entpuppen sich nicht selten als Boykotteure.

 

Wenn Du also aus der gewohnten Rolle aussteigst, kann das Gleichgewicht und die bisherige „Harmonie“ innerhalb Deiner Beziehungen kippen, es kann reichlich Gegenwind geben, die anderen Beteiligten werden möglicherweise versuchen, Dich wieder „einzugliedern“, damit das „Mobile“ wie gewohnt funktioniert. Du brauchst also einen starken Willen, Selbstvertrauen, eine klare Vision und die Bereitschaft, für Dich und Deine Bedürfnisse einzustehen. Werde dir klar darüber, nur weil du bereit oder vielleicht sogar überfällig für eine Veränderung bist, ist es dein Umfeld nicht automatisch auch.

 

Natürlich kann es auch einfacher laufen. Es gibt genug Familienangehörige, Partner  oder Freunde die unterstützend und nährend wirken oder nur drauf warten, dass Du Mut fasst.

 

Wenn es jedoch Gegenwind geben sollte, wird es nicht genügen einmalig Mut zu fassen. Es ist ein Entwicklungsprozess. Du wirst Dich diesen Herausforderungen stellen müssen, ohne zu wissen, ob Dir letztlich gelingt, was Du Dir vorgenommen hast. Dieses Risiko bleibt.

 

Du kannst jedoch nicht verlieren wenn Du Dich entscheidest, Deinen Bedürfnissen mehr als bisher Bedeutung zu schenken, wenn diese bisher zu kurz kamen oder Du Dich nie getraut hast, Deine Ziele anzugehen.Wachstum wird folgen. Und damit hast du bereits gewonnen! Dann können zehrende Beziehungen zu nährenden werden oder manche auch durch neue, nährende ersetzt werden.

 

Wie kannst Du diese Aufgabe aktiv angehen?

 

Überprüfe Deine Beziehungen anhand der Frage: Welche davon sind nährend und welche zehrend. Hier eine Übung:

 

Du kannst Dir dafür ein Blatt Papier nehmen, darauf skizzierst Du Dir zwei Bereiche; links steht „Zehrende Beziehungen“, rechts steht „Nährende Beziehungen“. In diese Felder trägst Du nun alle Personen aus Deinem sozialen Umfeld ein. Ich empfehle Dir, das spontan zu machen, ohne lange Überlegungen. Wichtig: Sei ehrlich!

 

Wenn Du das gemacht hast, nimm ein weiteres Blatt und teile es in drei Bereiche:

 

1. Bereich: Zehrende Beziehungen, von denen ich mich lösen möchte (Verabschieden)

2. Bereich: Zehrende Beziehungen, die ich reduzieren oder meine Haltung zu ihnen verändern möchte (z.B. besser Grenzen setzen, für ausgewogene Geben-Nehmen-Ebene sorgen, Konflikte klären, Absprachen verhandeln und durchsetzen usw.)

3. Bereich: Nährende Beziehungen (welche Beziehungen möchte ich weiter führen, vertiefen, pflegen, klären, meinerseits stärken*)

 

*Beziehungen sind nichts Einseitiges. Reflektiere bei der Gelegenheit nicht nur, wo Du mehr gibst, sondern möglicherweise zu wenig für den Erhalt einer guten, nährenden Beziehung tust. Analysiere Deine Beweggründe. Zum Aufräumen gehört es, auch eigene Anteile zu reflektieren und das eigene Verhalten entsprechend zu korrigieren

 

Nun hast Du 3 Bereiche plakativ vor Dir, lass es etwas auf Dich wirken.

Bist Du es Dir selbst wert, nährende Beziehungen zu führen?

 

Dann triff die Entscheidung aufzuräumen und auszumisten. Schiebe es nicht auf, nur weil es unangenehm ist. Gebe Dir selbst gegenüber das Versprechen, dass Du Deine Beziehungen neu ordnest und setze Dir dafür einen Termin.

 

Wann möchtest du starten und bis wann willst Du das geschafft haben?

 

Das MEHR an Konzentration, dass Du von den zehrenden Beziehungen abziehen wirst, wirst Du für nährende Beziehungen und letztlich für Dein Vorankommen übrig haben.

 

Wenn Du Deine Rolle in Deinen Beziehungen veränderst und „gesund sortierst“, wirst Du ein neues Gleichgewicht kreieren und Kapazitäten freisetzen, die Du benötigst um Dein Business zu entwickeln und Deinen Träumen folgen zu können.

 

Gutes Gelingen!

Deine Valerija

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